Die Firma
1982
August 1982 gründeten wir mit diesem Occasion-Döschwo AK400 unseren Kurier-Dienst.
Uns fehlten Fr. 3.500.- für diesen Wagen für die vollständige Barzahlung. Die Bank gab keinen Kredit, und Leasing war nicht Mode. Also stotterten wir den Fehlbetrag in 3 Monatsraten ab, was uns grosse Einschränkungen bescherte
1983
Nach dem der Tacho die 200'000 Kilometermarke erreichte und die Aufräge stetig zunahmen, ersetzte der Fiat-Lieferwagen den alten AK400. Und weil wir zu zweit waren, wurde kurz darauf der kleine Subaru E10 zugelegt.
Unser erster Neuwagen, und in Bar bezahlt. Was für ein Stolz!
1985
Weil wir ständig auch Personen und nicht nur Güter und Waren zum Ziel brachten, rüsteten wir den kleinen Subaru um in ein Taxi. Jetzt konnten wir Personen- und Warentransporte machen, und waren zugleich das erste Taxi in Adligenswil. Auch 1985 war es soweit, dass der Erste Mitarbeiter in unseren Kleinbetrieb aufgenommen wurde. Dieser erhielt unseren ersten Kombi, und damit wurde vorwiegend Taxidienst ausgeführt.
1986
4 Taxifahrzeuge im 24 Std.-Einsatz und unsere 2 Lieferwagen wurden gefahren von nun 3 Festangestellten und 5 Aushilfen. Der grosse Plymouth war natürlich das Cheffahrzeug.
1986
Umzug von Adligenswil nach Kriens, weil wir am alten Standort Platzmangel unseren Betrieb einschränkte.
18 Mitarbeiter und 9 Aushilfen halfen uns mit den 10 Fahrzeugen das Geschäft 24 Stunden im Tag und 7 Tage die Woche aufrecht zu halten.
Bis 1988
1986 war fast eine Explosion in unsere Firma, und in Adligenswil wurde der Platz eng. Bis 1988 waren immer bis zu 12 Fahrzeuge im Einsatz.
Bis 1987
1987 waren wir auch Sponsor im Rennsport. Hier bei einem Bergrennen in Reidnau.
Gesiegt haben wir nicht, aber der Speaker holte bei den Zuschauern immer ein Lächeln hervor wenn er über die Lautsprecheranlage fast schrie: << Das schnellste Taxi ist jetzt auf der Strecke unterwegs, bitte haltet dieses Taxi nicht an, es hats eilig >>
Mal war ein Fahrzeug mehr mal eines weniger, und ständig wurden Fahrzeuge ausgetauscht. Mit durchschnittlich 10 Taxis im Wagenpark gingen die Jahre durchs Land. Viel Aerger aber auch Freude setzten die ersten Falten an.
Die ersten 12 Jahre Firma Böbi hatte wir keine Ferien die mehr als 2 Tage dauerten. Einzelne Tage sicherlich, nahmen wir uns auch frei.
Mobiltelefone wie heute gab es noch nicht, und so kam es, dass derjenige der von uns zu Bett durfte, die Telefonzentrale auf dem Nachttisch aufrecht erhielt, und der Andere im Fahrdienst war.
Schlusswort
Innert 5 Jahren schnell gewachsen. Stets 24 Stunden täglich geöffnet.
18 Mitarbeiter auf bis zu 13 Fahrzeugen.
Das waren strenge Zeiten. Die Rezession in den 90er Jahren half uns wieder eine etwas kleinere Firma zu gestalten.
Im 13. Geschäftsjahr erlaubten wir uns die ersten 14 zusammenhängenden Ferientage zu nehmen. Das war so heilsam. Und da am Ferienstrand wurde die Idee geboren, den ganzen Betrieb jeweils am Sonntag pausieren zu lassen. Unsere Mitarbeiter haben sich darüber sehr gefreut, und unsere Kunden schenkten uns ihr Verständnis.
Geld zu verdienen ist eine schöne Sache, aber wenn die Gesundheit und das Privatleben darunter leidet, so muss man das ändern.
Heute haben wir wie so viele Leute in der Schweiz eine 5-Tagewoche, haben an Weihnachten und an anderen Feiertagen den Betrieb geschlossen.
Nun, wie es uns denn jetzt so geht, fragen sich viele. Die ehemaligen Konkurrenten dachten schon, es geht bergab mit der Firma Böbi.
Das stimmt aber so nicht. Wir hatten viel erreicht, und hatten gegen die Konkurrenz bestanden, aber es gab Ringe unter den Augen. Jetzt wurde unsere Firma kleiner ja, aber umsomehr wurden wir gesünder und zufriedener.
Das merkte auch die Kundschaft.
So wie jetzt stimmts!